11 - 2026|10|22 - Blogbeitrag
Gründung
ZECON Baumaschinen.
Elektrische Baumaschinen: Warum wir ZECON gegründet haben
Ein Radlader fährt ins Material, füllt die Schaufel und kippt die Ladung in den Lkw. An diesem Ablauf ist nichts neu. Neu ist, was fehlt: das Hochdrehen des Dieselmotors, die Abgasfahne und das permanente Vibrieren in der Kabine. Stattdessen hörst du das Material, die Reifen und die Hydraulik. Genau hier verändert sich bei vielen Fahrern und Unternehmern der Blick auf elektrische Baumaschinen. Über Batterien, Reichweiten und Ladeleistungen lässt sich lange diskutieren. Wie selbstverständlich sich ein elektrischer Radlader im Einsatz anfühlt, versteht man meist erst hinter dem Lenkrad.
Das Drehmoment steht unmittelbar zur Verfügung, die Maschine reagiert direkt und lässt sich präzise steuern. Für Fahrer, die täglich viele Stunden in der Kabine verbringen, verändert die geringere Geräusch- und Vibrationsbelastung den Arbeitsalltag spürbar. „Viele Kunden steigen mit Fragen ein und mit einem völlig anderen Eindruck wieder aus“, sagt Dr. Nino Hoch, Geschäftsführer der ZECON Baumaschinen GmbH. „Nicht, weil Elektro jedes Problem löst. Sondern weil die Maschinen deutlich mehr leisten, als viele erwarten.“
Warum es für elektrische Baumaschinen ZECON braucht
Die HOCH Gruppe arbeitet seit 1995 mit Baumaschinen. Wir verkaufen, vermieten und warten sie. Deshalb wissen wir: Eine neue Antriebstechnologie setzt sich nicht durch große Versprechen durch, sondern dann, wenn sie im Alltag funktioniert. ZECON entstand aus einer Frage, die uns Kunden immer häufiger stellten: Passt eine elektrische Baumaschine zu meinem Betrieb – und rechnet sie sich?
Darauf wollten wir keine pauschale Antwort geben. Wir haben Maschinen getestet, Einsatzprofile analysiert und Ladeszenarien durchgerechnet. Dabei wurde schnell deutlich: Der elektrische Antrieb ist nicht nur eine weitere Ausstattungsvariante. Er verändert die Beratung, die Energieversorgung, den Service und teilweise den gesamten Betriebsablauf. Um diese Themen konsequent zusammenzuführen, haben wir ZECON als eigenständiges Unternehmen innerhalb der HOCH Gruppe gegründet. ZECON ist spezialisiert auf emissionsfreie Baumaschinen, passende Ladeinfrastruktur und den dazugehörigen Service.
Elektro muss nicht überall passen
Wer Elektromobilität glaubwürdig vertreten will, muss auch ihre Grenzen benennen. Lange Einsätze ohne Ladefenster, häufig wechselnde Standorte oder eine unzureichende Stromversorgung können gegen eine Elektrifizierung sprechen. Anders sieht es bei planbaren Abläufen, festen Einsatzorten und wiederkehrenden Ladezeiten aus. Dort können elektrische Radlader ihre Vorteile bereits heute ausspielen. Das gilt insbesondere für den stationären Einsatz, wie etwa Gewinnungsbetriebe, Recycling- und Entsorgungsbetriebe, Bau- und Betriebshöfe, kommunale Anwendungen, den Materialumschlag, industrielle Standorte sowie Arbeiten in Hallen, innerstädtischen Bereichen oder in der Nähe von Wohnbebauung. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Ist Elektro grundsätzlich besser als Diesel? Sondern: Welcher Antrieb passt besser zum Einsatz?
Reichweite elektrischer Baumaschinen: Der Arbeitszyklus entscheidet
Ein Radlader fährt, hebt, kippt, rangiert und wartet. Materialgewicht, Fahrwege, Außentemperatur, Anbaugeräte und die Arbeitsweise des Fahrers beeinflussen dabei den Energiebedarf. Entscheidend ist nicht allein die Größe der Batterie. Entscheidend ist, wie viele produktive Stunden die Maschine leisten muss, wie intensiv sie beansprucht wird und wann geladen werden kann. Ein Vorteil des elektrischen Antriebs zeigt sich gerade im Stillstand. Während ein Dieselmotor in Wartephasen häufig weiterläuft, benötigt der elektrische Fahrantrieb keine Energie für einen laufenden Verbrennungsmotor.
Eine Maschine muss nicht immer zwingend acht Stunden unter voller Last arbeiten. Erst die Analyse des realen Arbeitszyklus zeigt, welche Batteriekapazität tatsächlich benötigt wird. Deshalb betrachten wir unter anderem: die täglichen Betriebs- und Laststunden, das bewegte Material, Fahrwege und Steigungen, eingesetzte Anbaugeräte, Pausen und Schichtmodelle, die vorhandene Anschlussleistung. Aus diesen Daten entsteht ein realistisches Maschinen- und Ladekonzept für den jeweiligen Betrieb.
Elektrische Radlader für anspruchsvolle Einsätze
Elektrische Baumaschinen werden noch immer häufig mit kleinen Geräten für den Garten- und Landschaftsbau verbunden. Diese Vorstellung bildet das heutige Angebot nicht mehr ab. Mit Modellen wie dem LiuGong 848TE und den noch größeren 856HE und 870HE stehen elektrische Radlader für anspruchsvollen Materialumschlag, Recycling und industrielle Anwendungen zur Verfügung. Sie bewegen sich in Gewichtsklassen von deutlich über 18 Tonnen und erreichen je nach Modell Nenntraglasten von rund fünf Tonnen. Es geht damit nicht mehr um Versuchsträger für einzelne Vorzeigeprojekte, sondern um vollwertige Arbeitsmaschinen. Ihre Leistung muss sich an der Aufgabe messen lassen – nicht am Antrieb.
Ladeinfrastruktur für elektrische Baumaschinen
Bei einer elektrischen Maschine muss die Energieversorgung von Anfang an mitgedacht werden. Welche Anschlussleistung ist vorhanden? Kann die Maschine nachts geladen werden? Gibt es Pausen oder Schichtwechsel für Zwischenladungen? Werden künftig mehrere Maschinen gleichzeitig versorgt? Und ist bereits eine Photovoltaikanlage vorhanden? „Die größte Batterie und die stärkste Ladestation sind nicht automatisch die beste Lösung“, erklärt Dr. Nino Hoch. „Maßgeblich ist, wie die Maschine tatsächlich arbeitet und welche Ladefenster der Betrieb bietet. Wenn ein Radlader jede Nacht mehrere Stunden steht, braucht es oft kein überdimensioniertes Schnellladesystem. Eine bedarfsgerechte Lösung ist für den Kunden meist wirtschaftlicher als die technisch größtmögliche.“ Ehrliche Beratung bedeutet für uns deshalb, Maschine und Ladeinfrastruktur konsequent am tatsächlichen Einsatz auszurichten. Nicht das technisch Machbare gibt den Ausschlag, sondern das, was im Betrieb zuverlässig und wirtschaftlich funktioniert.
Wirtschaftlichkeit beginnt nicht beim Kaufpreis
Elektrische Baumaschinen sind in der Anschaffung häufig teurer als vergleichbare Dieselmodelle. Ein reiner Vergleich der Kaufpreise greift deshalb zu kurz. Entscheidend sind die Gesamtkosten über die geplante Nutzungsdauer (TCO). Dazu gehören unter anderem: Energieverbrauch und Energiepreise, jährliche Auslastung, Ladeinfrastruktur, Wartung und Verschleiß, Finanzierung und mögliche Förderungen, Nutzungsdauer und Restwert. Am Ende zählt nicht nur, was die Maschine kostet. Es zählt, wie wirtschaftlich sie eine Tonne Material bewegt. Elektrische Antriebe benötigen keinen Motorölwechsel, kein Kraftstoffsystem und keine Abgasnachbehandlung. Das kann den Wartungsaufwand und die laufenden Kosten reduzieren. Wartungsfrei sind elektrische Baumaschinen dennoch nicht. Hydraulik, Achsen, Bremsen, Reifen und Anbaugeräte müssen weiterhin fachgerecht gewartet werden. Hinzu kommen Batterie, Leistungselektronik und Hochvolttechnik. Elektrische Maschinen brauchen deshalb eine andere Kompetenz im Service.
Entscheidend ist der Einsatz vor Ort
Eine elektrische Baumaschine lässt sich nicht allein anhand eines Datenblatts beurteilen. Du musst erleben, wie sie dein Material aufnimmt, auf Deinen Fahrwegen arbeitet, mit deinen Anbaugeräten zurechtkommt und wie sich ihr Energieverbrauch über einen typischen Arbeitstag entwickelt. Deshalb gehören Testeinsätze für uns an den Anfang einer fundierten Entscheidung – nicht auf einer ideal vorbereiteten Vorführfläche, sondern dort, wo die Maschine später arbeiten soll. Auf deiner Baustelle. Erst unter realen Bedingungen zeigt sich, ob Leistung, Reichweite, Ladeplanung und Wirtschaftlichkeit zusammenpassen. Dort erkennen wir auch, wenn ein anderes Maschinenkonzept sinnvoller ist.
Passt eine elektrische Baumaschine zu deinem Betrieb?
Ob eine elektrischere Baumaschine auch in deinem Betrieb seine Stärken ausspielen kann, lässt sich am zuverlässigsten im realen Einsatz klären. Wir analysieren gemeinsam deinen Arbeitszyklus, den Energiebedarf und die vorhandene Infrastruktur. Du testest die Maschine dort, wo sie später arbeiten soll: in deinem Betrieb, auf deinen Fahrwegen und mit deinem Material.
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